Der Patriarch verweigert den Hofverkauf an einen
ausländischen Investor. Die Familienkasse ist
leer, das Land unter Druck. Er schreibt einen
Brief an den Bezirkshauptmann, den niemand liest.
Die Söhne rebellieren. Einer brennt den
Kornspeicher ab. Der Vater schlägt ihn mit dem
Stock. Die Mutter flieht nach Wien. Der Hof
bleibt leer, die Felder verwildern.
Die Polizei rückt an. Sie finden die Leiche des
jüngsten Sohnes im Bach. Der Vater wird
verhaftet. Die Nachbarn schauen zu. Niemand
spricht. Die Stadt nimmt den Fall auf, aber kein
Richter will ihn verurteilen.
Ein junger Anwalt aus Graz kommt, um den Fall zu
übernehmen. Er liest die Akten, fragt nach dem
Brief. Der Vater weigert sich zu reden. Der
Anwalt schreibt ein Gutachten, das den Fall in
die Vergangenheit schiebt.
Die Familie wird als Opfer einer alten Wunde
dargestellt. Der Vater wird freigesprochen, aber
der Hof bleibt verwaist. Die Mutter kehrt nicht
zurück. Der Anwalt bleibt in der Gegend, gründet
eine Kanzlei.
Die Erde ist kalt. Die Felder leeren sich. Die
Kinder der Nachbarn spielen auf den Ruinen.
Einige tauchen in den Bach, suchen nach dem
toten Bruder. Keiner findet ihn.
Der Anwalt schreibt einen Artikel über die
Schuld der Erbschaft. Die Zeitung verbietet ihn.
Er schreibt einen zweiten, der im Keller
verbrannt wird. Die Familie ist vergessen, aber
die Erbe bleibt.
Die Stadt wächst. Neue Häuser werden gebaut. Die
alten Mauern stürzen ein. Keiner erinnert sich
mehr an den Vater oder den Aufstand. Nur die
Bäume blühen weiter.


