Der gescheiterte Künstler arbeitet in einer

stillgelegten Bibliothek unter dem Wiener Prater.

Er wird beauftragt, ein vergessenes Manuskript

zu restaurieren – ein Werk aus der Zeit des

Römischen Reiches, das in der Hand eines

unbekannten Meisters geschrieben wurde. Die

Schrift ist in einer veralteten Schreibweise

verfasst, mit Zeichen, die niemand mehr

entschlüsseln kann.

Als er den Text entschlüsselt, stellt er fest,

dass er nicht nur eine literarische Annäherung

an die Antike darstellt, sondern auch eine

geheime Karte zu einem verborgenen Raum unter

dem Alten Rathaus enthält. Der Raum war einst

ein Treffpunkt für Geheimbünde, die die Macht

der kaiserlichen Herrschaft untergraben wollten.

Der Künstler wird von einer Gruppe jungen

Intellektueller kontaktiert, die ihn bittet, den

Raum zu öffnen.

Er weigert sich zunächst, aber die Gruppe droht,

seine Vergangenheit preiszugeben – sein

Verbotenwerden aus der Akademie, seine verlorene

Karriere. Er folgt ihnen. Der Raum enthält ein

altes Waffenarsenal und ein Buch, das die

Grundlagen einer neuen politischen Bewegung

beschreibt: Emanzipation durch die Rückkehr zur

Antike. Die Gruppe will diese Idee nutzen, um

die bestehende Ordnung zu stürzen.

Der Künstler schließt sich an, aber bald merkt

er, dass die Gruppe nicht nur gegen die

Regierung kämpft, sondern auch gegen andere

Gruppen, die ähnliche Ziele verfolgen. Eine

Blutfehde entbrennt, die sich über Jahrzehnte

erstreckt. Die Kämpfe werden heimlich geführt,

in der Dunkelheit der Wiener Gassen, unter dem

Schutz der Alpen.

In einer finalen Schlacht im Schnee bricht der

Künstler den Kreis. Er zerstört das Buch und

vernichtet das Arsenal. Doch die Spuren der

Feindschaft bleiben. Die Stadt bleibt geteilt,

die Emanzipation bleibt unvollendet. Der

Künstler geht in die Einsamkeit, aber in seinem

Herzen trägt er die Erinnerung an die Schlacht

der Schatten.