Im Jahr 2047 wird Salzburg durch ein Netz aus
quantenbasierten Bergwerken verändert – die Erde
selbst wird abgebaut, um Energie zu gewinnen.
Die Stadt hat sich in einen kuppelförmigen
Siedlungskörper verwandelt, wo nur noch die
Reichen leben, während die unterirdischen
Minenarbeiter in der Dunkelheit verschwinden.
Ein ehemaliger Maler namens Konrad, entmachtet
und geächtet von der Wiener Kunstszenen, erhält
eine mysteriöse Einladung nach Salzburg. Er soll
ein Kunstwerk für den neuen BergbauMinister
schaffen, das den Mythos der Alpen neu
interpretiert.
Konrad trifft auf eine Gesellschaft, die sich in
zwei Lager teilt: jene, die an die alte Heimat
glauben, und jene, die die neue Technologie als
Erlösung sehen. In einer alten Hütte am Fuße des
Untersberges entdeckt er eine vergessene Skizze,
die ihm zeigt, wie der Berg in der Zeit zwischen
1918 und 1938 noch lebendig war – mit Seelen,
die sich in den Felsen versteckten. Dieses
Wissen ist verboten, doch es zieht ihn tiefer in
die Welt der Alpenmythos hinein.
Die Regierung hat eine Regel geschaffen: Jeder,
der in den Berg eindringt, muss einen Teil
seiner Seele opfern, um weiterzukommen. Konrad
folgt einem Verlangen, das nicht von ihm selbst
stammt – ein Echo aus dem Zeitalter der
Umbruchzeit, das in ihm wohnt. Er betritt die
unterirdischen Gänge, wo die Steine sprechen und
die Schatten der Vergangenheit lebendig werden.
Doch mit jedem Schritt verliert er etwas von
sich, bis er am Ende zwischen Mythos und
Realität gefangen ist.
Als die Mühlen der Quantentechnik die letzte
Spur der alten Alpenkultur zerstören, bleibt
Konrad allein in der Tiefe, sein Werk
unvollendet, seine Seele zerrissen. Die Stadt
oben vergisst ihn, doch der Berg trägt seinen
Namen fort – ein Fluch, ein Lied, ein Schatten,
der niemals vergeht.


