Die Schreibmaschine klickt im dunklen Zimmer.

Die Dichterin sitzt am Fenster, sieht die

schneebedeckten Berge jenseits der Stadt. Sie

hat den Text für die Zeitung geschrieben, doch

die Redaktion verweigert die Veröffentlichung.

Der Inhalt ist zu gefährlich: ein Brief an die

Regierung, der die Verschwörung von

Nationalisten gegen die Republik enthüllt. Sie

wird beobachtet.

Ein Mann kommt in die Bibliothek, fragt nach

einem Buch über Seelenwanderung. Er trägt einen

Mantel mit dem Abzeichen einer rechten Gruppe.

Sie erkennt ihn als ehemaligen Offizier, der

nach dem Krieg verschwunden ist. Er gibt ihr

einen Umschlag. Darin ein Foto: ein Kind, das in

einer Baracke lebt, wo Flüchtlinge aus dem Süden

untergebracht sind. Sie weiß, was es bedeutet.

Sie beginnt, den Flüchtlingen zu helfen. Mutter

und Tochter, die aus dem Osten fliehen, bitten

um Schutz. Sie schreibt Briefe an lokale

Behörden, bittet um Aufnahme. Doch die Stadt

weigert sich. Die Flüchtlinge werden in ein

Lager gezwungen, das unter der Kontrolle von

Extremisten steht. Sie macht sich auf, um sie zu

retten.

Am Lagerort angekommen, wird sie von einer Wache

festgenommen. Sie wird zum Gefängnis gebracht,

doch eine andere Häftlingin, eine junge Frau,

gibt ihr einen Schlüssel. Die beiden fliehen in

den Schnee. Sie laufen durch die Nacht, bis sie

einen Bauernhof erreichen. Der Bauer kennt die

Dichterin, hat früher ihre Gedichte gelesen. Er

bietet Schutz an.

Doch die Männer kommen. Sie suchen nach der

Flüchtlingin, die in der Zeitung erwähnt wurde.

Die Dichterin stellt sich ihnen, will sie

ablenken. Sie wird verletzt, aber nicht getötet.

Die Flüchtlingin entkommt. Die Dichterin wird

ins Krankenhaus gebracht. Sie schreibt einen

neuen Text, diesmal über die Gewalt, die in der

Republik wächst. Die Zeitung veröffentlicht ihn.

Der Mann mit dem Abzeichen taucht wieder auf. Er

bringt einen Brief. Es ist ein Angebot: sie soll

für eine neue Zeitschrift schreiben, die die

Rechten unterstützt. Sie lehnt ab. Er droht. Sie

wird erneut verfolgt. Doch diesmal hat sie einen

Plan. Sie geht in die Kirche, betet vor dem

Altar. Dann tritt sie hinaus und lässt sich von

den Priestern einsperren. Sie will nicht mehr

fliehen. Sie will kämpfen.

Die Stadt stirbt langsam. Die Dichterin bleibt

in ihrer Wohnung, schreibt weiter. Sie weiß,

dass sie bald sterben wird. Doch sie hat etwas

hinterlassen: einen Text, der die Wahrheit über

die Unterdrückung erzählt. Ein letztes Wort, das

niemand vergessen wird.